Rosenkönigin                                

Mein Amtsjahr als Rosenkönigin 2018/2019


2019-05

Langsam neigt sich mein aufregendes Amtsjahr leider schon dem Ende zu. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance hatte, dieses Amt anzutreten und meinen Heimatort Dornburg für ein Jahr in ganz Deutschland als 47. Rosenkönigin vertreten zu können.

In den letzten 11 Monaten habe ich sehr viele nette Leute sowie neue Regionen kennenlernen dürfen.

Glücklich kann ich behaupten, dass sich nicht nur mein Selbstbewusstsein und meine Redekompetenz verbessert haben, sondern ich nun auch geduldiger mit stressigen Situationen umgehen kann.

Insgesamt hatte ich bisher schon fast 30 Auftritte.

Direkt nach dem Wochenende meiner Krönung - dem 47. Dornburger Kinder- und Rosenfest – durfte ich beim Hoheitentreffen in Delitzsch Bekanntschaft mit circa 20 anderen Hoheiten machen.

Sehr schnell wurde ich in den Kreis der Hoheiten aufgenommen und von meinen Kolleginnen herzlich in dem Amt begrüßt.

Im Laufe des Sommers folgten weitere Auftritte, wie das Lindenblütenfest in Thierschneck, das Brückenfest in Dorndorf oder das Reitturnier in Zöthen.

Eine sehr spannende Brauerreiführung haben meine Familie und ich in der Rosenpilsbrauerei in Pößneck erhalten. Dort hatte ich außerdem die Ehre den Bierkönig auszeichnen zu dürfen.

Natürlich habe ich auch bei einigen Umzügen, begleitet von meinem treuen Gefolge, teilgenommen.

Ein sehr schönes Umzugsbild haben wir, der Dornburger Rosenfestverein, in Bad Sulza zum Weinfest, in Bad Bibra bei dem bekannten Märchenumzug oder zum Camburger Faschingsumzug abgegeben.

Ein besonderes Highlight meiner Amtszeit war die Schlössernacht in Dornburg, bei der ich den gesamten Abend durch unseren wunderschön geschmückten Schlossgarten geschlendert bin und das zauberhafte Ambiente mit den vielen Lichtern genossen habe.

 

Da eine Rosenkönigin nicht nur während der Rosensaison ihre Stadt vertritt, sondern sich auch bei kalten Temperaturen und unschöneren Wetter vor die Tür traut, war ich gewiss auch im Winter unterwegs. In Erfurt beispielsweise konnte ich das Privileg genießen, mit einem Umzugswagen durch die Stadt zu fahren und Stollen an die Bewohner zu verteilen. Trotz des Regens haben wir Hoheiten unser Lächeln im Gesicht behalten und sind im Anschluss auch noch über den hübschen Weihnachtsmarkt gelaufen.

Der Gipfelpunkt der letzten 45 Wochen bildet die Grüne Woche in Berlin, die meine Familie und ich vom 19.-20. Januar besucht haben. Auf dieser sehr interessanten Messe habe ich leckere, weltweit berühmte Köstlichkeiten probiert und sympathische Personen, wie eine Gruppe musizierender Holländer oder die Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung, getroffen. Dieses Wochenende war für uns alle eine aufregende und sehr spannende Erfahrung.

Anfang Mai bin ich nach Ichtershausen zur Krönung der neuen Nadelprinzessin gereist. Dort gab es eine Wette, die ich auf jeden Fall unterstützen wollte. Ein Sponsor hat versprochen, dass er, pro Hoheit, die an diesem Tag anwesend ist, einen gewissen Betrag an das Kinderhospiz Tambach-Dietharz in Mitteldeutschland spendet und diesen verdoppelt, wenn wir es schaffen 100 Hoheiten zusammen zu bekommen. Trotz dessen, dass „nur“ 74 Hoheiten und Symbolfiguren anwesend waren, hat der Wettpartner den Betrag verdoppelt - eine großartige Sache, wie ich finde.

 

Am einem anderen Mai-Wochenende hatte ich vier Auftritte, unter anderem das Schulfest in Stiebritz, welches mir sehr viel bedeutet hat, da ich selbst vor 11 Jahren in der Grundschule Striebritz eingeschult wurde und mir die Schule sehr am Herzen liegt.

 

Am Pfingstsonntag, den 9.06.2019 um 15 Uhr werde ich meine Rose pflanzen und mich somit an der Wand der Rosenköniginnen verewigen. Hierzu möchte ich Sie herzlich einladen.

 

Ich freue mich sehr auf meine letzten 10 Auftritte und werde jeden davon mit sehr viel Freude und Engagement versuchen zu meistern.

Das Jahr als Dornburger Rosenkönigin und die unzähligen Erfahrungen, die ich dadurch gesammelt habe, werde ich niemals vergessen. Dieses Amt hat mich noch mehr mit meinem Heimatort verbunden und ich würde jedem jungen Mädchen in Dornburg und Umgebung empfehlen, diese Gelegenheit zu nutzen und sich selbst als Kandidatin bei der Wahl der Rosenkönigin vorzustellen.

 

Lilly Trampenau

Quelle: Amtsblatt, 2019-05

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